29
Jan
2019
21

Myanmar

Ein Film dessen Plot ich nicht kenne, spielt sich selbst, seit 10 Tagen. Die Augen immer noch nicht müde, der Körper dahinter trotz kleinerer Blessuren fit und im Endorphinrausch. Die Sonne steht wieder tief über dem alten Königspalast in Mandalay und er kann das erste mal hier so richtig tief durchatmen, der Körper. 

Nach all den Tagen, die uns das alte Königreich Burma, jeden Tag aufs neue den Atem geraubt hat, kehrt ein kein wenig Ruhe ein. Die Nasen platt gedrückt an den Scheiben der Busfenster und mit weit geöffneten Herzen, die wir dem bedingungslosen Lächeln der Burmesen schulden, sind wir uns einig darüber, dass das hier nun immer so weitergehen könnte. Hier ist die Ewigkeit weil es der Zeit an Aufmerksamkeit fehlt. 

Hinter uns liegen Yangon, Pa-An, Bagan, Mandalay…  hunderte Kilometer Piste voller wundervoller Gedanken, die sich doch nie zu Ende formulieren lassen, allein weil die Vorstellung darüber fehlt, was noch kommen mag. Myanmar ist ein offenes Märchenschloss ohne Dach und Mauern, mit sanften Geschichten und kitsch-beladenen Sonnenuntergängen. Und in diesem Märchenschloss stehe ich einfältiger Tropf, Tage davor noch mit dem Gedanken, vieles schon gesehen zu haben…Nichts habe ich gesehen. Nichts.

Unterschätze nie dein eigenes Leben und die Wucht mit der es dich umarmen will. 

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