2
Feb
2019
12

Balloons over Bagan

Morgens 5:30 Uhr, irgendwo in Bagan. Wir stehen im Halbkreis und schicken uns grinsend gegenseitig unsere Atemwolken durch die Dunkelheit. Ein klappriger Bus hat uns gerade irgendwo auf einem Feld abgeladen und Gavin stellt sich als unser Pilot vor. Der Brite mit klaren Ansagen und einem Herz so groß wie sein Heißluftballon, fordert unsere Aufmerksamkeit: „this is your Safety Briefing…“. Er spricht langsam und deutlich mit unverkennbaren britischem Akzent, während sich im Hintergrund ein Dutzend Ballons mit Luft füllen, unterstützt von meterhohen Flammen, die hier aus Brennern im Halbdunkel ein atemberaubend-schönes Schauspiel in die letzten Minuten der Nacht zaubern.

Minuten später heben wir ab„ „…we´ll have a beautiful morning… the weather loves us today“ ruft Gavin durch die Stille und ich nehme ihm sogar ab, dass er diesen Satz nicht jeden Tag aufs Neue abfeuert. Der Kerl liebt seinen Daily-Horror-Job“, wie er ihn augenzwinkernd selbst bezeichnet und man möchte ihn fast in den Arm dafür nehmen.

Dieser Morgen hier in dieser Gondel füllt sich in der nächsten Stunde mit den seltenen „vielleicht-wird-es-nie-wieder-so-schön“-Momenten meines Lebens bei denen man sich sicher ist, dass eine Steigerung unmöglich scheint. Perfekte Momente bei denen man das Atmen vergisst, Albinonis Adagio in G-moll, Tage aus denen man auch locker zwei machen könnte…

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