5
Jan
2019
21

Istanbul im Dezember

Ein wenig störrisch und zu sehr beladen wollte mir die Stadt ihre Motive nicht wohlfeil zu Füßen legen. Mein Konzept, irgendwas zu fotografieren „was man nicht schon tausendmal gesehen hat“, schien mir im Laufe der Tage zu kurz gedacht und so entspannte ich mich irgendwann im Gleichmut. 

„Später dann doch noch mal eine unscharfe Katze oder eine inspirierende Spiegelung festgehalten…“ würde im Tagebuch stehen, schriebe man eines. Und der alte Mentor würde am Tisch sitzen, auf die Aufnahmen starren und sicherlich sinngemäß irgendwas sagen wie „Nimm weniger Lametta, Junge!“ Und ich hätte geantwortet, daß man dort auch fast nichts fotografieren könne ohne daß eine verschissene Möwe im Bild ist, mir außerdem kalt war und ich es irgendwie zu Ende bringen wollte. Und ich hätte ihm damit recht geben. So ist das manchmal. Man muss den Anspruch ja auch nicht überstrapazieren. 

An Silvester gab es Salep, Raki und Gin. Dann sind wir früh zu Bett gegangen. War schön. 

Hallo 2019.

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