4
Jun
2015
23

My Grand Tour of Switzerland (3)

„In den rauhen Bergen schlagen milde Herzen.“ meint Federer und wenn es einen Satz gibt, der mein Gefühl dieser Reise am Besten wiedergibt, dann wohl dieser. Ich treffe wirklich nette Menschen hier und man lässt sich gern auf einen Plausch mit mir ein. So verschlossen ist der Schweizer dann doch nicht… Ich geniesse die Strassen und das wunderbare Wetter im offenen Wagen und bin saufroh, dass mir die Autovermietung dieses unerwartete Upgrade zuteil werden lies.

Gemächlich kutsche ich immer knapp unter der Höchstgeschwindigkeit umher… Oft biege ich einfach von der Strasse ab und fahre wilde Serpentinen bergauf, um die Aussicht zu geniessen und mir die Beine zu vertreten. So fand ich ein kleines Dörfchen weit oben in den Bergen in der Nähe von Martigny mit dem klangvollen Namen Champex-Lac. Außer einem Angler im Boot war weit und breit keine Menschenseele und ich lies ebendiese für einen Nachmittag einfach so baumeln…stilpirat_grandtour_of_switzerland-19stilpirat_grandtour_of_switzerland-1 stilpirat_grandtour_of_switzerland-2 stilpirat_grandtour_of_switzerland-3

Meine Reise führt mich  weiter zum Genfer See und ich mache einen kurzen Stop in Montreux. Queen nahm hier seinerzeit ihr letztes Album „Made in Heaven“ auf und wenn ich hier so über den See schaue, dann fänd ich keinen passenderen Titel. Ich spaziere an der Promenade entlang und ich gebe zu, es fehlt mir nur ein Herrentäschchen, um mein Bild perfekt zu machen. Grinsend über diesen Gedanken fürchte ich mich nicht um meine Situation.  „Nimm es hin Böttcher… in vier Wochen stehst du verschwitzt in einer zerlumpten Gasse Bombay und wünschst dir diesen Moment zurück…“ Ja, „…es sind die Klischees, die die Wahrheit erst genießbar machen.“  (© peter e. schumacher )

Ich verlasse den Genfer See am nächsten Tag nicht ohne etwas Wehmut in der Tasche und fahre über das mittelalterliche Fribourg in Richtung Gstaad. Was soll ich sagen? Ihr wisst es: Herrlich!

Hier unten in den Gebieten, in denen man romanisch spricht, hebt man das Glas und sagt  „Viva“ statt „Prost“ und müsste ich einen bedeutenden Unterschied zu uns Deutschen skizzieren, dann wäre es dieser Trinkspruch… „Viva“ … klingt irgendwie sehr viel lebensbejahender.

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