10
Jan
2021
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Edmund Stoiber

Edmund Stoiber

Politiker brauchen ein dickes Fell. Niemand muss soviel Kritik, Häme und Spott ertragen und ist dabei permanent unter der Lupe der Gesellschaft, wie die, die sich um unser Land kümmern. Wenn einer ein Lied davon singen kann, dann Edmund Stoiber. Seit 1971 ist er Mitglied der CSU und und er hatte während seiner aktiven, politischen Zeit zugegebenermaßen nicht wirklich die Beliebtheitswerte der Kanzlerin. Berühmt geworden ist er bei denen, die sich nicht für Politik Interessieren, ausgerechnet durch seine „10 min Transrapid-Rede“ die Millionenfach durchs Netz geschoben wurde. „Ja, das war nicht immer Vergnügungssteuerpflichtig…“  lässt er schmunzelnd durchblicken, als ich ihn die vorbereiteten Fragen der Redaktion vorlege. Ich bin heute allein mit ihm im Studio – coronabedingt.

Die Reaktion hat mir ein Dutzend Fragen per Mail zukommen lassen und ich fotografiere Edmund Stoibers Reaktionen darauf. Auch diese Bilder sollen ins „75 Jahre CSU“ – Magazin, als Doppelseite mit Theo Waigel, den ich bereits 2 Wochen vorher fotografieren durfte. 

Man hat ja immer ein bestimmtes und oft vorgefertigtes Bild von Menschen, die man nur aus den Medien kennt und Edmund Stoiber zerstört meines in wenigen Minuten. Er scherzt und plaudert und macht bei jeder Frage gern mit. Wie er schauen würde, wenn der nächste Kanzler von den Grünen wäre? Wie er geschaut hat, als er 2002 erst seinen Wahlsieg bei der Bundestagswahl verkündet und anschliessend erfuhr, dass es doch nicht gereicht hat?  Sein „ich höre meine 10-Minuten-Transrapid-Rede“ Gesicht. Ja, er kann heute selbst ziemlich ehrlich darüber schmunzeln und ich frage mich auch bei Herrn Stoiber wieder: Wieso sieht man diese Seite bei Politikern so selten?

In Vorbereitung auf das Shooting mit ihm, hatte ich mir auf der Fahrt sein Interview im Maischberger Podcast angehört. In jedem Falle ist diese Stunde sehr hörenswert und zeigt Edmund Stoiber auch hier von einer sehr menschlichen Seite:

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