21
Aug
2011
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Wohoooooo!!!! Beute: KODAK AERO EKTAR 178/2,5

Scheisse, was hat der Pirat da jetzt wieder erbeutet? Ich kann es Euch sagen: Das Kodak Aero Ektar 178/2,5 – ein sehr großer Klumpen Glas, den die Amerikaner für ihre Luftbildaufnahmen im 2. Weltkrieg nutzten. Das Ding hat also schon ein paar ganz wilde Geschichten auf ner B-52 hinter sich. Es ist ein  sehr altes und hoch-interessantes Objektiv, was man kaum noch findet. Ich hab es in der Bucht erhascht und dabei nicht lange überlegt, denn das Objektiv kam bereits auf einem Graflex-Board. Ich konnte es also sofort auf meine Graflex Speed Graphic Großformat-Kamera flanschen.

Im Großformat-Bereich sind die Objektive normalerweise lang nicht so lichtstark, da ist das AERO EKTAR eine deutlich Ausnahme. Als ich das erste mal mit dem aufgesetzten Ding durch den Sucher geschaut hab, klopfte mein kleines Fotografenherz – die „Plastizität“ im Sucher  ist einfach der Hammer – eine Wahnsinns 3D Show!

Ich kann gar nicht verstehen, wieso man überhaupt noch andere Objektive entwickelt hat…  das Ding macht Dich einfach glücklich – von vorn bis hinten…  Naja, der einzige Nachteil dieses Objektives ist, das die Amis bei der Herstellung Thoriumoxid eingesetzt haben. Damit war das Glas zwar einerseits deutlich weniger zerbrechlich, dafür strahlt es ein wenig radioaktiv. Aber nur ein bisschen – hab ich mir sagen lassen… dafür bewahre ich es aber auch nicht hier bei mir im Haus auf, sondern woanders… nunja… man muss halt auch ein wenig Einsatz zeigen 😉

Ok, lange Rede… Ich hab natürlich sofort einen Fuji Provia 100 in die Kassette geladen und ein Testbild gemacht. Als ich es nach eigenhändiger E6 Entwicklung aus der Trommel holte hatte ich wieder mal Wasser in den Augen… „Leeeeeck mich im Aaaaaaarsch!!!“

 

 

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29 Responses

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  4. Da bist Du jetzt aber richtig infiziert. Ich habe das Ektar jetzt seit über einem Jahr an der Graflex und ich bin jedes Mal aufs Neue begeistert. Viel Spaß mit diesem tollen Teil!

  5. Peter

    Ich kann die Begeisterung des Inhabers vielleicht noch ein wenig nachvollziehen (Sammlerstück etc..), aber die Strahlung des Glases scheint bei einigen Postern durchgedrungen zu sein. Entschuldigung, aber ich kann dem Bild überhaupt nichts abgewinnen, entschuldige meine vielleicht nicht so gut ankommende Offenheit.

  6. Marcel Will

    Ihr strahlt ja förmlich…grins..mir gefällt das Foto ausgesprochen gut, dieser look, hat was….da dieses objektiv in einer b-52 seinen Dienst tat, schon mal überleget von hh ne Luftbild-Serie zu erstellen mit dem Teil? Ich weiß nicht ganz leicht aber man wächst mit seinen Aufgaben. 😉

  7. Zur Radioaktivität; dazu gab es mal vor Jahren eine Messung in einem Labor, von den alten Objektiven, die Strahlung war durchwegs noch gerade messbar und dementsprechend sehr gering.

  8. Anton

    besorg‘ dir mal nen geigerzähler und schau nach wie schwach es strahlt 😉 die Amis behaupten ja auch dass deren Uranmunition auch nur ganz schwach, und ungefährlich strahlen würde… was das heist, wissen wir ja mitlerweile.

  9. ralf_b

    booah, das is aber heftig. Glueckwunsch ! Wenn’s die Linse nur auch mal auf einem Linhofboard geben wuerde … Einfach nur gut !

  10. Matthias Welwarsky

    Ein anderer Effekt ist, dass das Thorium irgendwann zu einem Gelbstich führt. Angeblich bekommt man das Glas mit UV Licht aber wieder klar. Also fleissig im Freien benutzen :-)

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