19
Okt
2011
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Test: Vanguard Stativ Alta Pro263 AGH

Ich gebe zu, ich bin ein totaler Stativmuffel. Meine Nikon D3s hat mir in der Reportage noch nie ein Stativ abverlangt und meine Langzeitbelichtungsphase hab ich längst hinter mir. Was soll ich also mit einem Stativ? Nunja, seit ich mit der Grossformatkamera und dem „Beast“ unterwegs bin, hat sich einiges geändert. Die Graflex kann man zwar gerade noch aus der Hand bedienen, doch Spaß macht es nicht. Auch die Pentax 6×7 ist bei Zeiten unter 1/60 sehr eigenwillig und lässt ob des Spiegelschlags eine Freihandaufnahme ohne Spiegelvorauslösung nicht mehr zu.  Es wurde also Zeit, mich um ein Stativ zu kümmern.

Lange hielt ich Ausschau auf ein standesgemäßes und stilgerechtes Holzstativ. Doch ist das Kameragedöns (gefühlt) bereits aus purem Stahl gefertigt und so entschied ich mich nach einer leichten Lösung umzusehen. Die Problematik dabei: Das Stativ sollte trotz des leichten Gewichtes, die kiloschweren Kameras in Starre versetzen können. Mitten in meiner Suche, flatterte das Angebot des Herstellers Vanguard herein, doch eines ihrer Stative mit passendem Kopf zu testen. Und so bekam ich wenige Tage später Post.

In den nächsten Wochen wollte ich meine äußerst kritischen Augen schulen und ob der Seltenheit von Produkttests hier im Blog, eine besonders objektive und kritische Betrachtung dieses Statives notieren. Ich unterzog das Stativ völlig abstrusen Härte-Tests, die es alle mit Bravour bestand und ich will deshalb hiermit verkünden: „Stativ, du hast gewonnen! Du bist gut!“

Im einzelnen: Das Vanguard Alta Pro 263 AGH  (amazon Affiliate-Link) kommt im Set mit dem Stativkopf GH-100 und macht auf den ersten (aber auch auf den zweiten kritischeren) Blick einen sehr guten Eindruck. Die Verarbeitung ist solide und genügt professionellen Ansprüchen. Im Paket bekam ich zusätzlich zum Stativ und dem Stativ Kopf, einen Steinbeutel zur Beschwerung des Statives. Der Stativkopf sieht ein wenig aus, als wäre er aus der gleichen Designschmiede wie ein Gardena Gartenschlauch-Kopf, doch die wahnsinnig praktische Handhabung des Teiles steht über jedem Gewitzel. Schneller und einfacher konnte ich meine Kamera noch nicht ausrichten. Überraschenderweise hält der Stativkopf meine Kiloschwere Graflex-Grossformatkamera mit dem Kiloschweren AERO EKTAR 178/2,5 sehr gut und starr in Waage. Die Maximalbelastbarkeit wird mit 7kg angegeben, was ich hiermit bestätigen kann.

Mit ausgefahrener Mittelsäule kommt das Stativ auf eine Arbeitshöhe von 1,65 m. Durch die kippbare Mittelsäule, kann man die Kamera (oder ein Blitz / was-auch-immer) in Positionen bewegen, in die man sonst nicht heran kommt. Die Stativ-Füsse sind gummiert, man kann aber auch Spikes ausfahren. Trotz der super-Stabilität ist das Stativ mit etwa 2kg plus 0,6kg für den Stativkopf noch gut zu tragen.

Für einen Strassenpreis von etwa 200€ bekommt man ein wirklich durchdachtes und stabiles System, dass sich nicht verstecken muss.  Wer also gerade überlegt, was er sich zu Weihnachten von der Geliebten schenken lassen will, sollte sich mit diesem Stativ einen Gefallen tun.
Der Zoomyboy hat das Stativ übrigens auch mal getestet. Sein Urteil fiel ähnlich positiv aus: http://www.zoomyboy.com/2009/12/13/vanguard-alta-pro-263-at-erfahrungsbericht

Hier noch mal ein Produktvideo, dass die Funktionen des Sets sehr gut erklärt:

 

Hersteller Produktinfo:
http://www.vanguardworld.de/index.php/pv/produkte/foto-video/detail-1-4-15-624.html

4 Responses

  1. Pingback : Knackscharf #27 – ist doch alles nicht so schwer | Nikonians Podcasts :: Knackscharf :: Für den ambitionierten kreativen und aufgeschlossenen Fotografen

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