10. Januar 2013

Stadtflucht

Seit 8 Jahren lebe ich nun schon auf dem Land und es fühlt sich an, als hätte ich nie woanders gelebt. Die Nordheide drückte mich damals bei meinem ersten Besuch ganz fest an sich und hauchte mir ein “Du willst es doch auch!”  ins Ohr. Zeit meines Lebens hatte ich in der Stadt gelebt – mochte den Trubel und die Möglichkeiten – doch schien die Zeit gekommen, mal was anderes auszuprobieren. Die ersten zaghaften Überlegungen richteten unser neues Heim noch dicht an Autobahnabfahrten, um ja schnell und jederzeit in 20 Minuten in Hamburg sein zu können. Der Zufall wollte jedoch, dass wir uns, weit ab, in einem lustig klingenden Dorf, in ein Pipi Langstrumpf-Haus verliebten. Mit richtigem Bauern gegenüber und ner großen Eiche vor dem Haus. 
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1. Januar 2013

Was war, was wird (4)

Ich gebe zu, manchmal hab ich mich hier vermisst. Vor allem an Tagen wie heute, an denen ich versuche, das viel zu schnell an mir vorbei geraste Jahr, Revue passieren zu lassen und eine Bilanz zu ziehen. Ein Blick auf die letzte “was war, was wird”- Blogpost zeigt mir zumindest, dass ich mit den gesteckten Zielen ziemlich gut lag. Naja, bis auf eine: “Ich wünsche mir, dass Ihr hier bleibt, mitlest und mich begleitet.” Begleiten konntet Ihr mich das letzte halbe Jahr ja nun nicht mehr. Mir tat es sehr gut, mal zwei Schritte zurück zu treten, mich zu hinterfragen und wieder etwas Boden unter die Füsse zu kriegen. Ich habe in den letzten Monaten neue fotografische Felder betreten und ne Menge toller Leute kennengelernt.

Ja, es ist wieder viel passiert im letzten Jahr und ich hoffe, 2013 wird mindestens so bunt und aufregend wie 2012. Der von mir überaus geschätzte Martin Wolf hat sich über die Feiertage hingesetzt und diesem Blog einen neuen Anstrich verpasst. Danke , Danke, Danke!  Ihr seht selbst, hier sieht alles wesentlich reduzierter aus. Ich will damit den Fokus mehr auf  “Fotografie und Geschichten” legen. Kein Firlefanz, kein Cowgirl, kein Technik-Geseier.  Eine Sache allerdings wird sich nicht ändern: “Wenn ich fotografiere, bin ich glücklich.” Und ich würde mich freuen, wenn Ihr bleibt, mitlest und mich begleitet.

6. Juni 2012

Wenn´s am Schönsten ist…

… soll man ja bekanntlich aufhören. Dumm nur, wenn man das Gefühl hat, dass dieser Zeitpunkt bereits hinter einem liegt. Paul Arden schreibt in meinem Lieblingsbuch: “Es kommt nicht darauf an, wer Du bist, sondern wer du sein willst.” Was ich sein will, weiss ich. Was ich nicht sein will auch: Ein Foto-Onkel und Erklär-Bär, der 70% seiner Zeit, Kommentare verwaltet und die geflutete Inbox im Zaum hält. Zeit abzubremsen und einen vorläufigen Schlussstrich zu ziehen. Ob, wann und wie ich das Projekt “der Stilpirat-Blog” wieder aufnehme oder weiterführe, weiss ich nicht.

Meine Hochzeitsreportagen werde ich wie bisher auf meiner Hochzeitsfotografen-Website www.heidefotograf.de  zeigen. Meine sonstigen fotografischen Arbeiten findet man weiterhin auf www.stilpirat.com

Vielen Dank für Eure Treue…

31. Mai 2012

Bildkritik

Ein Thema, dass mir schon längere Zeit unter den Nägeln brennt und zu dem ich mich wirklich mal äußern will, ist das Thema Bildkritik. Um meinen Standpunkt zu diesem Thema besser nachvollziehen zu können, erlaube mir zunächst klarstellen, warum ich hier im Blog überhaupt Fotos zeige. Mein Hauptgrund – und das mag überraschen – ist: Ich zeige hier Fotos, weil ich sie gemacht habe und ich mir vorstellen kann, dass es Leser gibt, die sich daran erfreuen oder Inspirationen daraus schöpfen. Und ich erzähle gern die Geschichten dazu, weil die Aufnahmen dadurch an unterhaltsamen Aspekten hinzugewinnen. Dabei geht jedem gezeigten Foto, ein bewusster Entscheidungsprozess hinsichtlich der bildgestaltendenden Mittel voraus.
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14. Mai 2012

… und dann ist da diese Sache mit dem Fotografieren in Kirchen bei Trauungen

Ich bin Atheist. Und Heide – also noch nicht mal getauft. Als Kind der DDR ist das nicht ungewöhnlich. Ich hab mich dran gewöhnt, was allerdings nicht heisst, dass ich Kirchen nicht von innen kenne. Ganz im Gegenteil! Ich bin als Hochzeitsfotograf  sogar ein recht regelmäßiger “Kirchgänger”. Jedes Wochenende lausche ich irgend einer Predigt.  Dabei hab ich sogar die Möglichkeit, sowohl Katholiken als auch Evangelen, Freikirchler oder Moslems zu zuhören. Und mittlerweile kann ich den Predigten sogar inhaltlich folgen. Ja, je öfter ich da so sitze und zuhöre, kann ich besser verstehen, warum Menschen an Gott glauben, aber auch, warum sie sich abwenden. Es gab Predigten, die mich bewegten und viel nachdenken liessen, aber auch welche, die vor Selbstgefälligkeit strotzten.  “It’s all about the story” wie der Amerikaner sagt…


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