One of the best feelings in life, is seeing a smile on a person´s face and knowing that you put it there.
(Kevin Hart)
One of the best feelings in life, is seeing a smile on a person´s face and knowing that you put it there.
(Kevin Hart)
1. Februar 2013
“Herrgott, ich sollte mich endlich mal ausspannen.” sagte ich zu mir. …“wenigstens mal einen Abend” . Seit kapp 3 Wochen bin ich nun hier in Vietnam unentwegt unterwegs. Bin nie später als 6.30 Uhr aufgestanden. Losfahren, aussteigen, Dinge erleben, fotografieren, ankommen, auspacken, Fotos bearbeiten, Blogpost schreiben, E-Mails beantworten, einpacken, einsteigen, losfahren… Urlaub ist was anderes… Außerdem wollte ich mir gern mal die Südvietnamesische Küste anschauen. Paradiesisch solle sie sein… Na gut!
Ich kaufte also ein Zugticket von Saigon nach Mui Ne – einem der Urlaubsparadiese Vietnams. Heiko meinte, ich solle unbedingt ein Russischwörterbuch mitnehmen – wäre einfacher – wegen der Verständigung dort untereinander. Nunja.
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31. Januar 2013
Saigon (oder politisch korrekt “Ho Chi Minh City”) in einer Blogpost “zu beschreiben” ist unmöglich. Diese 7 Millionen Metropole, in der fast ebenso viele Motoroller unterwegs sind wie hier Menschen leben, ist in einigen Teilen von einer europäischen Großstadt fast nicht zu unterscheiden. Gucci, Versace, Burger King – man muss auf nichts verzichten. Wiederum erinnern doch auch genug Reste daran, dass wir uns in der ehemaligen Hauptstadt Vietnams befinden.
Nach den missglückten Versuchen der letzten Woche, in vietnamesischen Familien unterzukommen, wurde ich hier von der wahrscheinlich herzlichsten Familie Saigons empfangen. Ein Festessen zum Empfang, Reisschnaps und viele Fragen – so hab ich es gern!! Ich wurde sofort mit offenen Armen in den Kreis der Familie aufgenommen und darf am Alltag teilhaben. Papa wurde dazu verdonnert, mich einen ganzen Tag mit dem Moped zu den Hotspots Saigons zu karren (was er dann auch mit einer unglaublichen Gemütsruhe tat) und der Rest der Familie macht Pläne, empfiehlt, kümmert sich… Hach <3
29. Januar 2013
Vor jeder Reise zermartere ich mir das Hirn, welches Equipment ich mitnehme und welche Kameratasche das Ganze dann tragen soll. Auf meinem Trip im letzten Jahr in Indien hatte ich einen superbequemen Rucksack, der das Gewicht schön auf zwei Schultern verteilt. Ich kann kein schlechtes Wort über ihn verlieren – das Ding war geräumig und bequem, einzig: Ich bin kein Rucksacktyp. Tut mir leid. Ich fühle mich mit einem Rucksack wie ein Tourist. Ich weiss – am Ende bin ich einer, doch geht mir das Wort “Reisender” wesentlich leichter über die Lippen. Ein weiteres Hemmnis des Rucksackes ist für mich, das zeitraubende auf- und absetzen. Oft ist der “Drops gelutscht” bis ich das Ding abgesetzt und die Kamera herausgefingert habe. Dann fiel mein Blick vor dieser Reise auf eines, der im Moment super hippen “Think Tank” Retrospective Dingern, hatte dann allerdings irgendwie das Gefühl, wieder so einem Trend anzuschaffen, der in einem Jahr im Regal herumgammelt. Und überhaupt. Wo bleibt denn da die Individualität?
28. Januar 2013
Ich hab überlegen müssen, ob ich auf meinem Weg in den Süden Vietnams in Da Lat Station mache. Und nun, da ich hier 2 Tage verbracht habe, stelle ich mir die Frage, welche der vielen Eindrücke, überhaupt in einen Koffer passen.
Ich nahm den letzten Flug der Woche am Samstag morgen um 6 Uhr. Die kleine Propellermaschine brachte mich von Da Nang ins Hochland nach Da Lat – dem Obst- und Gemüsegarten Vietnams. Das Klima hier ist ähnlich dem eines schönes Sommertages in Südfrankreich und es gibt - wie im Moment – reichlich Tage davon. Während der Kolonialisierung Vietnams liessen sich hier nicht wenig Franzosen nieder, die das gemässigte Klima genossen und die die Landschaft an die Heimat erinnerten. Sie hatten seinerzeit jede Menge europäischer Früchte im Gepäck und begannen damit, sie hier anzubauen – der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Da Lat entwickelte sich mehr und mehr zum Anbaugebiet diverser Früchte und bescherte dem ehemals kleinen Städtchen etwas mehr Wohlstand als dem Rest Vietnams. Da Lat hat seine “sozialistischen Ecken”, doch wer sich die Zeit nimmt und durch die Vorstadt schlendert, findet hier nicht wenige französische Villen mit wunderbar angelegten Gärten.