20
Mrz
2012
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2 Tage mit Vernon Trent

Meine Fotografen-Walz ging vergangene Woche in eine neue Runde: Ich durfte meinem selbsternannten Analog-Hero und Grossmeister des skulpturellen Akts endlich mal über die Schulter schauen. 2 Tage, 2 Shootings, 2 Models, der Stilpirat und Mr. Vernon Trent.

Das versprach bierselige Männergespräche über Kameras, Analogmaterialien, Entwickler und nackte Frauen… Was will man mehr? 

Vernon nahm mich, nachdem sich meine ursprünglich gewählte Düsseldorfer Unterkunft kurzfristig in Luft auflöste, beherzt und liebevoll in seinem Gästezimmer auf und wir begannen den Vorabend des Shootings mit Pizza und dem Beladen von Großformat-Kassetten.

Es scheint, als wurde Vernon bereits mit der Kamera in der Hand geboren und frühzeitig mit Entwickler gestillt. Er ist ein lebender Belichtungsmesser, der sich mehr auf das eigene Gespür, als auf die Technik verlässt und damit weitaus besser fährt, als man glauben mag. Digitale Fotografie spielt für ihn eine eher untergeordnete Rolle, ist mehr Mittel zum Zweck, denn Ausdruck. In seinem Besitz befindet sich gerade mal eine einzige digitale Crop-Cam, die er geschenkt bekam und eigentlich nur deshalb einsetzt. … für ein paar Safety-Shots… mehr nicht.  Da verlässt er sich lieber auf die Filme, die er kennt und auf die reichlich vorhandenen Mittel- und Großformat-Kameras.

Die beiden Tage vergingen wie im Flug. Vernon arbeitet hochkonzentriert und ist so unter Anspannung, dass er innerhalb weniger Minuten klitschnass geschwitzt ist. Er arbeitet mit sehr konkreten Posing- und Bild-ideen und man merkt, dass er sehr genau weiss, was er tut. Eine Lichtquelle reicht. Ob Fenster oder Softbox entscheidet die Uhrzeit und der Stand der Sonne. Er wechselt die Kameras recht häufig und wusste mich vor allem mit seinen s/w, sepia und Chocolate Polaroid-Strecke zu beeindrucken…

Am Ende des ersten Tages standen wir auf der Rückfahrt vom Studio im Stau und unterhielten uns über seine Arbeit, seine Herangehensweisen und warum die analoge Fotografie eine solche Renaissance erlebt. Wir quatschten und quatschten und ich nutzte wohlweislich die Record-Funktion meines iPhones. Entstanden ist ein sehr schönes Interview, dass ich Euch noch in dieser Woche hier im Blog niederschreiben werde. Seid gespannt…

Hier ein paar „Making of“ Bilder:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8 Responses

  1. Pingback : mein Interview mit Vernon Trent | Der Stilpirat

  2. Wie ein kleiner Juge im Bonbonladen… 😀

    Man merkt hier die Begeisterung von Steffen. Und das zurecht. Zugegeben, ich blicke ein wenig neidvoll auf diese zwei Tage. Großartig, das Du so einem herausragenden Kollegen & Künstler mal über die Schulter schauen durftest…

  3. DocMaowi

    Ich bin auf das äußerste gespannt was der gute Vernon und du im Auto besprochen habt. Bei den zwei Tagen wäre ich gerne das viel zitierte kleine Mäuschen gewesen und hätte sowohl von Vernon als auch von dir Steffen eine Menge lernen können. Deine Making of Strecke ist sehr gehaltvoll und urtypisch für dich du hast einen absoluten Wiedererkennungswert und das meine ich im positiven Sinn. Auch wenn, wie du schreibst, Vernon in der vollen Konzentration total durchgeschwitzt gewesen ist, strahlen die Fotos die du von ihm gemacht hast eine Ruhe und Selbstsicherheit aus die ich selten bei einem Making of gesehen habe. Starke Leistung

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