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Mrz
2010
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Woche 1 mit der Nikon D3s

Seit einer Woche nun bin ich stolzer Besitzer des Wunderboliden aus dem Haus Nikon. Über meinen ersten Eindruck mit der Nikon D3s hatte ich in einer ersten Blogpost bereits berichtet. Wie fällt nun mein Urteil nach einer Woche aus? Zuallererst sollte ich aufklären, daß ich von der Nikon D90 auf die D3s umgestiegen aufgestiegen bin. Mir fehlt also ein Vergleich zu Nikon D3. Ich werde demnächst mit dem geschätzten Kollegen Stefan Groenveld einen nächtlichen Fotowalk unternehmen um Nikon´s D3 gegen die D3s antreten zu lassen.

Da ich bereits seit Jahren FX Objektive (für Kleinbild und Vollformatkameras) von Nikon, sogenannte Nikkore, benutze, entfällt bei mir eine Neuanschaffiung. Ich kann also auf meine geliebten Festbrennweiten (24mm/2.0 -50mm/1,4  – 105mm/2,8 Macro) zurückgreifen und lerne sie mit dem Vollformat-Chip nun jedoch ein zweites mal kennen. Natürlich ist sowohl der Bildausschnitt als auch die Naheinstellgrenze mit der D3s durch den größeren Chip eine andere – darauf war ich vorbereitet. Endlich ist ein Macro– ein Macro und ein Weitwinkel ein Weitwinkel. Schön zu sehen, wie die Objektive eigentlich „gemeint“ sind ;-). Doch war ich bisher ein riesengroßer Freund von Offenblenden, lerne ich nun auch, daß der Schärfebereich bei offener Blende nun wesentlich geringer ist und Offenblenden mit Vorsicht einzusetzen sind. Auch bei bisher sicher gewähnten 3,5 sollte man sich nicht darauf verlassen ein Familienporträt mit 3 Personen scharf zu bekommen. Was freu ich mich, daß ich mein 24-120 (3,5-5,6) noch nicht in die Bucht geschickt habe und nun zu neuem Glanz verhelfe. Der „sicher und im Schlaf“ gewähnte Umgang mit meinen Scherben muß nun also komplett neu erfahren und gelernt sein…

Wie stellte sich die D3s nun in der ersten Woche an? Nun, sie ist mitnichten eine „drauflos“ Knipse. Der Belichtungsmesser misst mitunter recht zickig eigenwillig und so ist ein kontrollierender Blick aufs Display für mich zumindest in der Kennenlern-Phase ein MUSS. Besonders bei der Spotmessung bekomme ich oftmals nicht die Ergebnisse, die ich erwarte.

Die ungeheure Lichtempfindlichkeit macht in der Tat wahnsinnig Spaß, ich merke jedoch, daß ich dadurch auch etwas träge werde. Ich hatte in der ersten Woche die ISO Automatik eigentlich immer an. Sobald halbwegs Licht vorhanden ist, bekommt man bis 12.800 ISO stressfrei gute Bilder. Mitunter bekam ich dadurch jedoch bei der mir bevorzugten Zeitautomatik (P) recht skurrile Ergebnisse. Bilder bei 6.400 ISO und einer Verschlußzeit von 1/4000 waren keine Seltenheit und sind so sinnlos wie unnötig. Ich werde mir also angewöhnen müssen, im manuellen Modus zu fotografieren. Leider kann man das An- und Abschalten der ISO Automatik nicht auf einer der frei belegbaren Tasten legen Grmpf!

Belichtungsreihen aus der Hand – sind dank 12 Bildern pro Sekunde durchaus machbar und bei stillsitzenden Personen auch im Porträtbereich einen Test wert. Auch ein erstes „Draufhalten“ ohne Stativ und doppeltem Boden auf nächtlichen Strassen sind kein Problem und eröffnen völlig neue Motive… Die Qualität der Aufnahmen sind sowieso über jeden Zweifel erhaben… Das Gitternetz im Sucher vermisse ich immer noch schmerzlich…

Der Umgang mit der D3s bedarf durchaus einiger Eingewöhnungszeit, aber ich freu mich über jedes Motiv wie ein kleines Kind.

Ab Mittwoch bin ich erstmal für ne Woche in Tunesien. Da bleibt die D3s allerdings zu Hause. Ich hab mir überlegt nur ne alte analoge Pentax und zwei alte M42 Scherben mitzunehmen. Back to the roots.

Meine Bilder der Woche:

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8 Responses

  1. Wow, beeindruckende Bilder. Es freut mich, dass Du zufrieden bist.

    Genieß die Zeit in Tunesien, abschalten und Kopf frei machen! Das ist eine Anweisung!

  2. @Kai: An das Gewicht hab ich mich recht schnell gewöhnt. Ich bin ja kräftig 😉
    Die Grösse ist auch problemlos.
    Das riesige Sucherbild solltest Du mal sehn! „HighDef gehen PAL“

  3. Danke für die Eindrücke. Ja, ich bin neidisch. Aber was mich interessiert, da du die D90 ja auch vorher hattest: wie empfindest du das Gewicht und die Größe der Kamera? Sagen wir mal, nach drei Stunden Photowalk oder so?
    Hau rein, und viel Spaß in Tunesien.

  4. Hinweis zur ISO-Automatik: Im Menü Aufnahme kannst du unter Aufnahmekonfiguration vier verschieden Einstellungen abspeichern. So habe ich jeweils für Farbe und schwarz/weiß eine manuelle und eine automatische Konfig. hinterlegt. Dies bezieht sich zwar auf die D700, ich gehe aber davon aus, dass die D3s das ebenso anbietet.

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