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Mai
2009
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Web-Relaunch Hamburger Abendblatt

abendblattEin oberes Drittel spendet das Hamburger Abendblatt dem Hinweis auf den überarbeiteten Web-Auftritt Ihrer Onlineausgabe. „Übersichtlicher“ und „Informativer“ sollte es sein – ein erster Eindruck bestätigt dies leider nicht. 

Die Entscheidung die Seite links auszurichten verstehe ich hier ebenso wenig wie bei anderen großen Seiten. Vielleicht gibt es irgendein Explorer 6 Bug den ich nicht kenne – auf einem 24“ Monitor krieg ich beim Lesen Halsschmerzen! Enttäuschend ebenfalls, daß bei einem solch großen Blatt die Banner-Werbung nicht etwas dezenter ausgefallen ist. Besonders tragisch ist, daß beispielsweise der Headerbanner in den Unterrubriken (momentan Philips) nicht mal die volle Breite einnimmt, sondern etwas verloren und unausgerichtet platziert wurde.

Unverständlich ist mir ebenfalls, warum man die eigene CI verlässt und die Headlines nicht wie in der Printausgabe in Serifen-Schrift umsetzt und diese auch noch auf Grün stellt. Durch die Fülle der farbigen Headlines wirkt der gesamte Auftritt eher unruhig.
Im Detail fallen weitere unnötige optische Hindernisse auf. Bewegt man sich in einer der Rubriken (Bsp. Politik-Deutschland) ist der obere Teil der Meldungen links ausgerichtet, unter dem Multimedia-Störer dann wieder rechts. Auch der Seitenabstand (Margin) im Browser spricht seine eigene Sprache, denn oben und unten knallt die Seite unbarmherzig an die Kanten das es nur so knackt. Moderne Webfeatures finden sich bis auf einen zaghaften Multimedia Bereich nicht.

Ein gelungener Relaunch sieht anders aus.  Ich sehe hier vor allem Eines: Dem größten Feind gelungenen Designs: Den Konsens zwischen Agentur, Redaktion und ängstlichem Verlieren von IE6 Usern.

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6 Responses

  1. DieZeit ist auch eine etwas andere Zeitung. Mir gefällt zwar auch hier die Online Ausgabe nicht, die Printausgabe war jedoch lange Zeit meine Wahlzeitung.

  2. Das ist schon klar, dein letzter Satz spricht aber schon alles an: „Der User steht nicht im Vordergrund …“ Man ist sich beim AS Verlag also im klaren darüber das man das Geld nicht mit dem Informationsgehalt der Artikel macht, sondern nur mit den reisserischen Überschriften und den vielen Ads.

    Stellen sich die Online-Ausgaben der Zeitungen nicht selbst ein Bein ? Vor ein paar Monaten war das geheule noch groß, die Möglichkeiten der virtuellen Information würden die Tageszeitungen zerstören … jetzt zerstören Sie sich selbst. Nenn mir einen Grund weshalb ich auf so eine Online-Version zurück greifen sollte, wenn ich in hunderten von Blogs aktuellere, bessere und nicht mit Werbung verseuchte Artikel lesen kann ?

    Die Kugel rollt …

  3. OnlineMarketing -- Das Layout einer solchen Seite muss sich den Vorgaben der Vermarkter von Onlinewerbung anpassen. Es geht meist darum, möglichst viele Banner unterzubringen und schön »Klicks« zu erzeugen. Der User steht meist nicht im Vordergrund … hier geht es nicht selten ums Geld 🙂

  4. Sehe ich genauso, da es sich allerdings um den geliebten AS Verlag handelt, können wir froh sein, das man uns nicht mit einem 100% fluid Layout straft.

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