22
Mrz
2010
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Tunesien – kein Reisebericht

Da bin ich wieder.  Ich verschone Euch mal mit unnützen Reiseberichten, langweiligen Urlaubsfotos und Hotelbewertungen. Nur soviel: Tunesien, hmm, naja!

Ich wollte die Zeit dort in erster Linie nutzen um in der Sonne zu liegen, etwas runter zu kommen und mal wieder was anderes als Fachliteratur zu lesen…  Ich hatte ein paar Bücher dabei. Am Ende hab ich ein Buch zwei mal hintereinander gelesen: Richard David Prechts Wer bin ich – und wenn ja wie viele? Lohnt sich! Außerdem hatte ich eine alte Pentax MZ-50 mit nem 50mm und ein paar abgelaufene Filme im Rucksack.

Das mit der „Sonne liegen“ konnte ich mir frühzeitig abschminken, denn ich hatte mir die „eisigste Woche“ des Jahres ausgesucht. Nach Bekundungen einiger Einheimischer war es sogar im Januar dort wärmer! Na prima! Ich entschloss mich kurzfristig einen Trip in die Sahara zu unternehmen. Dort war es milder…

Hab ein paar Fotos mitgebracht…

Ein paar Fragen die ich mir während meiner Reise oft gestellt habe:

• Was denkt sich wohl der muslimische Tunesier, wenn er von fettsäckigen Dumpfbacken andauernd mit „Grüß Gott“ begrüsst wird?
• Für wie ungerecht hält der tunesische Hotelangestellte das Leben, wenn der Gast zwar ein Vielfaches seines Monatseinkommen für Blödsinn verpulvert, aber zu blöd ist, sich selbstständig ein Frühstück zusammen zu stellen?
• Kommt der gemeine Tourist eigentlich schon peinlich auf die Welt und arbeitet ein Leben lang daran sich zu „entpeinlichen“, oder erarbeitet er sich das „peinlich sein“ mühsam im Laufe seines Lebens?

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10 Responses

  1. Pingback : Mein schönstes Foto 2010 | Der Stilpirat

  2. Zu den Fragen:

    -- Vermutlich denkt er nix, weil er’s nicht versteht. Und er nimmt es dem Deutschen nicht übel, weil er nicht weiß, wie Scheiße der Deutsche ist, wenn er sowas macht und wie Scheiße ich das in solchen Momenten finde..

    -- Der Hotelangestellte denkt sich wie wir: Diese verblödeten Touristen(…)

    -- Der (deutsche und englische) Tourist ist per sé erstmal Scheiße, wobei es (natürlich) deutlich vom Inhalt des Kopfes und vom Urlaubsziel abhängig ist.
    In Hurghada, auf Mallorca, wahlweise Teneriffa oder Lanzarote (die Liste geht schier endlos weiter) ist die Dichte dieser Kreaturen besonders hoch.
    Dies kann man für sich selbst verhindern, in dem man diese Ziele meidet:
    Meine Empfehlung: Malaysia. Günstig, immer warm, kaum bis wenige Touristen und wenn, dann mit Gehirn (ich kann den Grund nicht nennen..), wahnsinnig gutes Essen und extrem angenehme einheimische Menschen, die einen nicht abrippen wollen, wie in Tunesien/Ägypten/Marokko/Türkei.. auch, wenn sie wenig verdienen.

    M.

    1. Nun, wie gesagt… ich hatte eine alte Pentax und ein paar abgelaufene Filme dabei. Mein Ziel war es nicht auf Fotosafari zu gehen und perfektes Bildmaterial zu generieren. Das alte Filmmaterial rauscht sogar bei 200 ASA -- nunja, was soll´s. Ich betrachte Fotos sehr gern inhaltlich… weniger chemisch oder physikalisch… 😉

  3. Grüß Gott Steffen,

    schön Dich wieder hier zu haben, deine kleine Bildersammlung sieht (trotz alles Touris) so aus als wärst Du in eine andere Kultur abgetaucht… sehr schöne Bilder.

  4. Die „mitgebrachten Fotos“ sind grandios . Dennoch schwierig in aller Gaenze aufmenem Laptop zu betrachten (selbes Browser lightbox Fenster) :o)
    Meine Fav. Sternchen bekaemen : driver und kutsche

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