16. März 2014

Hey Steffen, warum hast du denn die Nikon D610 mit nach Afrika genommen, obwohl du dir gerade die Nikon df gekauft hattest?

DCIM100GOPROGute Frage, kann ich auch schnell beantworteten: Weil sie für diesen Einsatz besser geeignet war. Ich wollte in Afrika Fotos für einen neuen Bildband schießen – vielleicht sogar ein paar FineArts. Die 24 Megapixel der Nikon D610 geben mir da noch mal ein Stück mehr Auflösung als die 16 Megapixel der Nikon df
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12. März 2014

Ghana, eine Reiseempfehlung? Der Versuch eines Fazits

stilpirat-ghana-1-3Was hattest du gehofft, was ich mitbringe aus Ghana!? Was hatte ich gehofft? Schöne Geschichten aus wundervoller Natur, Geschichten von herzlichen Menschen an traumhaften Küsten? Bilder von süßen Babys mit großen Kulleraugen, die auf dem Schoß glücklicher Mütter sitzen? Tolle Elefantenbilder von Fotosafaris? Nein, Ghana ist nicht das Land, in dem sich irgendwelche selbst ernannten Krieger für Fotografen herichten und für 5 Dollar fotografieren lassen. Es gibt  keine Touristendörfer, in denen sich die Einheimischen vor ihre Lehmhütten setzen und für kleines Geld auf „exotisch“ machen. Es gibt dort nichts, was du „pseudomäßig“ fotografieren kannst, um hinterher erzählen zu können, was du für tolle Abenteuer erlebt hast. Ghana ist „untouristisch“, sperrig und echt.
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9. März 2014

PramPram also, Wow!

stilpirat-ghana-prampram-0-1Die Dunkelheit kam schnell und wenig überraschend. Wir hatten den verbliebenden Tag in PramPram bis zum letzten Augenblick ausgequetscht. Nun brüllten die Scheinwerfer unseres Autos auf der dunklen Küstenstrasse nach AdaFoah merkwürdige Gestalten, überladene Busse und Kuhherden am Strassenrand an. Mein Schädel brummt, meine Haut spannt und die Ohren sind gefüllt mit Sand, doch bin ich selig. PramPram – die zweihändige Ohrfeige. Kein passenderes Wort für einen Ort wie diesen – so stolz, freundlich und voller Leidenschaft. 
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4. März 2014

Die schallende Ohrfeige des Mount-Afadjato!

stilpirat-ghana-afadjato-6Nie wieder wollte ich auf irgendeinen verschissenen Berg steigen. Nie wieder. Mein letzter Berg war der in Cat Ba im Norden Vietnams. Als ich damals oben ankam und darüber nachdachte, ob ich mir das jemals wieder mache, war ich mir ziemlich sicher, dass ich in diesem Leben kein Reinhold Messner mehr werde. Nein! Ich bin zu klein für mein Gewicht und Berge zu hoch für mein Ego. Dumm nur, dass ich das am Fuße des Mount Afadjato – dem höchsten Berg Westafrikas – nicht mehr auf dem Zettel hatte.
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11. Februar 2014

Hebron und Yehuda Shaul

stilpirat-hebron-22Hebron ist eine der ältesten Städte der Welt. Bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. gegründet, wird die Stadt in der Bibel an zahlreichen Stellen erwähnt. Nachdem sie in ihrer langen Geschichte immer wieder eingenommen, besetzt und erobert wurde, kam es im Jahre 1929 zu einem furchtbaren Massaker, bei dem 67 Juden, durch Araber getötet wurden. Im Jahre 1980 attackierten extremistische Araber eine Gruppe von Juden, die gerade vom Freitagsgebet heimkehrten. 6 von ihnen starben, 16 weitere wurden verletzt. 1994 ermordete ein extremistischer Siedler mit einem Sturmgewehr 29 betende Muslime in der Abraham-Moschee, hunderte wurden verletzt. Hebron scheint nie zur Ruhe zu kommen. Zwei Jahre nach Ausbruch der Zweiten Intifada kam es in Hebron zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Daraufhin wurden 2005 permanente Überwachungstürme in Hebron errichtet sowie Mauern, Zäune und mehr als 100 Straßensperren. Seitdem ist Hebron eine Geisterstadt. Durchzogen von Pufferzonen und Sperrgebieten gleicht die Stadt heute einer Mischung aus dem verlassenen Tschernobyl und Berlin vor 1989. Die etwa 800 jüdischen Siedler leben streng isoliert von etwa 160.000 Palästinensern. Die verlassenen Häuser und stillgelegten Plätze lassen nur schwach daran erinnern, dass hier mal Leben tobte und Handel getrieben wurde. Hebron ist ein auf engstem Raum, sichtbares Beispiel für die absurde Situation Israels und Palästinas und zeigt, wohin Hass und Angst, Menschen treiben.


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