21
Okt
2010
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Herbstmelancholie, Streetfotos und ein Meer von Geschichten

Es gibt Momente, da musst Du raus. Sei es, um mal ganz bei Dir zu sein, sei es um auch mal andere Geschichten als die der eigenen zu sehen. Ich latsche in solchen Momenten normalerweise um den Golfplatz vor meinem Haus. Vorgestern reichte mir das nicht. Es schüttete aus Eimern und mir war das egal. Ich hatte nicht mal ne Mütze oder einen Schirm dabei.  Ich liess den Regen machen… was solls…  mir war danach. Ich hing meinen Gedanken nach und mochte der Herbstmelancholie keinen Einhalt gebieten. Herrlich beschissenes Mistwetter – passend zur Stimmung.

Ich bin schon ganz nass und die Kälte kriecht in den Rücken. So langsam fange ich an meine Selbstmedikation zu hinterfragen, als sich plötzlich der Himmel öffnet. Und von einem Moment zum nächsten scheint es, als wolle die Stadt mit mir reden. Innerhalb von Sekunden verwandelt sich alles um mich in ein einziges Meer von kleinen Geschichten. Ein Regenbogen, ein Mädchen das durch Tauben läuft, der Strassenmusiker, die Harley im Gegenlicht…  Alles tanzt…

Es mag Zufälle geben. Vielleicht war ich mit meiner Stimmung zufällig gerade im rechten Moment am richtigen Ort. Alles kann sich ändern – von einem Moment auf den nächsten. Und vielleicht wollte mir die Stadt mir ja genau das sagen.

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12 Responses

  1. Nummer 3,5 und 9 gefallen mir am besten. Mehr Staßenfotografie! Ich trau mich selbst noch nicht so richtig, besonders bei Leuten, einfach drauf zuhalten. Muss ich doch eigendlich auch vorher fragen, wenn ich die Bilder ins Netz stellen will?! Trotzdem: Mehr davon!

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