2. März 2014

Von der Volta Region, Übermut und netten Menschen

stilpirat-ghana-volta-1Früh am Morgen um 4:45 Uhr klingelt das Taxi. Ich hole Valentin gleich vom Flughafen in Accra ab. Ich kenne ihn zwar erst seit etwa einem Jahr, aber er hatte die Idee, meine Reise durch Ghana mit der Kamera zu begleiten und eine kleine Film-Doku darüber zu machen. Fand ich gut! Außerdem hatte ich unser erstes Treffen in guter Erinnerung und konnte mir durchaus vorstellen, dass wir uns gut vertragen. Und so suchen sich unsere verschlafenen Augen im Halbdunkel der Empfangshalle des kleinen Airports von Accra, der um diese Zeit allerlei seltsame Gestalten hervorbringt. Und dann steht er vor mir. Freudig grinsend und hochmotiviert, mit mir 2 Wochen lang, die staubig-heißen Strassen von Ghana zu erobern. Kofi – unser Fahrer, der uns von nun an für die nächsten 10 Tage begleiten wird, soll uns an diesem Morgen schnurstracks aus Accra heraus bringen. Ich hatte nicht das Gefühl, hier noch einen Tag länger bleiben zu müssen. Unser Ziel ist die Volta-Region, rund um den größten Binnensee Afrikas und so fahren wir an den morgendlichen, kilometerlangen Staus in entgegengesetzter Richtung vorbei, in Richtung Norden, aus der Stadt heraus.
(weiterlesen )

27. Februar 2014

Mein Herz schlägt für Elmina

stilpirat-ghama-elmina-4Ich bin hochmotiviert, den Tag heute mit all seinen Facetten zu geniessen und schwinge mich mit elan ins Taxi, dass mich zum Kakum-National-Park bringt. Er ist einer der bekanntesten National-Parks Ghanas und sicherlich für die Botaniker und Ornithologen unter euch ein Fest. Er ist sicherlich einen Ausflug wert, man man mal gerade in der Nähe ist. Ich laufe mutterseelenallein durch die Stille und geniesse den Klang des Urwaldes. 
(weiterlesen )

25. Februar 2014

Der morbide Charme von Cape Coast

stilpirat-capecoast-ghana-10Ich mach mich wieder mal früh auf den Weg. Das Taxi steht pünktlich 8 Uhr vor der Tür und bringt mich zum Busbahnhof. Von dort aus soll es zwei Tage nach Cape Coast gehen, einem kleinen, zauberhaften Städtchen, etwa 200 km in Richtung Westen. Ich hatte eigentlich vor, mit einem der tollen, roten VIP Busse zu fahren – die sind gut gepolstert, klimatisiert und weniger staubig. Als mich der Taxifahrer am Busbahnhof absetzt, ist von den großem roten Bussen keine Spur und ich werde auf der Stelle von einem halben Dutzend Ghanesen gezogen, begrabscht und lautstark belehrt, dass keine VIP Busse nach Cape Coast fahren. Im kämpfe mich in staubiger Hitze durch Menschenmassen, vorbei an übel riechenden Garküchen und einem unglaublichen Lärm, der aus hunderten Lautsprechern dröhnt. Nahezu jeder, den ich passiere, versucht mich aufzuhalten und in ein Gespräch zu verwickeln. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, vielleicht doch noch einen Bus nach CapeCoast zu finden. Hier zu fotografieren, lasse ich lieber – ich habe da schon einige unschöne Erfahrungen machen müssen – deshalb bleibt die Kamera tief unten in der Tasche. Ich laufe gesenkten Hauptes im Stechschritt durch den Moloch und lasse wenigstens nebenbei das iPhone mitlaufen…
(weiterlesen )

24. Februar 2014

Shooting Demari V.S. (Part 1)

stilpirat-demari-shoot-ghana-1-2

Ich treffe mich mit Demari um 13 Uhr am Labadi Beach, einer der schönsten und wohl auch am meisten besuchtesten Strände Accras. Sie ist ein Model aus London und ich fand sie kurz vor meiner Abreise nach Ghana, als ich die Suchmaschine anwarf, um ein paar Informationen über das Land zu sammeln. Brenda wäre gerade in Accra und “free to hire”, schrieb da ihre Modelagentur. Spontan schrieb ich sie an und sie mochte mein Portfolio.
(weiterlesen )

21. Februar 2014

Ghana Tag 2 – ich taste mich heran

stilpirat-ghana-2-6

Ich taste mich an Ghana heran. Ich beobachte die Menschen und versuche zu verstehen, welchen Abläufen und Regeln das Leben hier folgt. Und um ehrlich zu sein: mir will es nicht wirklich gelingen.
Accra ist sehr weitläufig gebaut. Es gibt kein ein öffentliches Verkehrsnetz und vielfach weder Strassennamen, geschweige denn Hausnummern. Man muss schon wissen, wo man hin will und es dem Taxifahrer anhand von markanten Punkten in der Nähe erklären. Meine noch brav in Deutschland gekaufte Ghana-Navigations-Map hilft gerade für eine grobe Orientierung. Navigieren lässt sich damit nicht. Es gibt 2 Möglichkeiten, hier durch die Stadt zu kommen: TroTros oder Taxi. TroTros sind kleine Busse privater Natur, die von irgendwoher kommen und irgendwohin fahren. Sie halten immer dann wenn einer ruft und fahren dann weiter, wenn sie voll sind. Ohne eine grobe Orientierung macht es keinen Sinn, einzusteigen. Die Taxis krabbeln wie kleine Ameisen herum, emsig auf der Jagd nach Fahrgästen. Es ist unmöglich länger als 30 Sekunden auf ein Taxi zu warten, was es wirklich jederzeit sehr einfach macht, von A nach B zu kommen. Die Preise sind zwar recht moderat, doch die großen Entfernungen innerhalb Accras, die buckelpistigen Strassen und und der starke Verkehr, zwingen dich gern auch mal 1-2 Stunden auf den staubigen Rücksitz.
(weiterlesen )

Seiten: 1 2 3 ... 6 7 8 9 10 ... 151 152 153