25. Februar 2014

Der morbide Charme von Cape Coast

stilpirat-capecoast-ghana-10Ich mach mich wieder mal früh auf den Weg. Das Taxi steht pünktlich 8 Uhr vor der Tür und bringt mich zum Busbahnhof. Von dort aus soll es zwei Tage nach Cape Coast gehen, einem kleinen, zauberhaften Städtchen, etwa 200 km in Richtung Westen. Ich hatte eigentlich vor, mit einem der tollen, roten VIP Busse zu fahren – die sind gut gepolstert, klimatisiert und weniger staubig. Als mich der Taxifahrer am Busbahnhof absetzt, ist von den großem roten Bussen keine Spur und ich werde auf der Stelle von einem halben Dutzend Ghanesen gezogen, begrabscht und lautstark belehrt, dass keine VIP Busse nach Cape Coast fahren. Im kämpfe mich in staubiger Hitze durch Menschenmassen, vorbei an übel riechenden Garküchen und einem unglaublichen Lärm, der aus hunderten Lautsprechern dröhnt. Nahezu jeder, den ich passiere, versucht mich aufzuhalten und in ein Gespräch zu verwickeln. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, vielleicht doch noch einen Bus nach CapeCoast zu finden. Hier zu fotografieren, lasse ich lieber – ich habe da schon einige unschöne Erfahrungen machen müssen – deshalb bleibt die Kamera tief unten in der Tasche. Ich laufe gesenkten Hauptes im Stechschritt durch den Moloch und lasse wenigstens nebenbei das iPhone mitlaufen…
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24. Februar 2014

Shooting Demari V.S. (Part 1)

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Ich treffe mich mit Demari um 13 Uhr am Labadi Beach, einer der schönsten und wohl auch am meisten besuchtesten Strände Accras. Sie ist ein Model aus London und ich fand sie kurz vor meiner Abreise nach Ghana, als ich die Suchmaschine anwarf, um ein paar Informationen über das Land zu sammeln. Brenda wäre gerade in Accra und “free to hire”, schrieb da ihre Modelagentur. Spontan schrieb ich sie an und sie mochte mein Portfolio.
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21. Februar 2014

Ghana Tag 2 – ich taste mich heran

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Ich taste mich an Ghana heran. Ich beobachte die Menschen und versuche zu verstehen, welchen Abläufen und Regeln das Leben hier folgt. Und um ehrlich zu sein: mir will es nicht wirklich gelingen.
Accra ist sehr weitläufig gebaut. Es gibt kein ein öffentliches Verkehrsnetz und vielfach weder Strassennamen, geschweige denn Hausnummern. Man muss schon wissen, wo man hin will und es dem Taxifahrer anhand von markanten Punkten in der Nähe erklären. Meine noch brav in Deutschland gekaufte Ghana-Navigations-Map hilft gerade für eine grobe Orientierung. Navigieren lässt sich damit nicht. Es gibt 2 Möglichkeiten, hier durch die Stadt zu kommen: TroTros oder Taxi. TroTros sind kleine Busse privater Natur, die von irgendwoher kommen und irgendwohin fahren. Sie halten immer dann wenn einer ruft und fahren dann weiter, wenn sie voll sind. Ohne eine grobe Orientierung macht es keinen Sinn, einzusteigen. Die Taxis krabbeln wie kleine Ameisen herum, emsig auf der Jagd nach Fahrgästen. Es ist unmöglich länger als 30 Sekunden auf ein Taxi zu warten, was es wirklich jederzeit sehr einfach macht, von A nach B zu kommen. Die Preise sind zwar recht moderat, doch die großen Entfernungen innerhalb Accras, die buckelpistigen Strassen und und der starke Verkehr, zwingen dich gern auch mal 1-2 Stunden auf den staubigen Rücksitz.
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19. Februar 2014

Ghana Tag 1

stilpirat-ghana-1Ooooch. Stelle ich die Klimaanlage aus, ist es zu warm. Stelle ich sie an, ist sie zu laut. Ich habe die Wahl zwischen zwei Übeln in meiner ersten Nacht hier in Ghana. Ich starre die Decke an und die Bilder meiner Einreise hier in Ghana ziehen noch mal an mir vorbei…
Was ich hier wolle, hat mich der Beamte in seiner tannengrünen Uniform hinter der Glasscheibe am Emigration-Desk gefragt. “Just traveling” hatte ich geantwortet und ein kopfschüttelndes “pfff.” geerntet. Scheint wohl doch irgendwie ungewöhnlich zu sein hier: traveling. Einfach machen sie es einem auch nicht, hier einzureisen. Da waren zunächst diverse Impfungen, die der tannengrüne Mann hinter dem Fenster nun zumindest Gelbfieber-seitig prüft. Dann war da das Visum, dass ich nur unter Angabe zweier Adressen in Ghana sowie einer persönlichen, schriftliche Einladung, wohlformuliert, mit Nennung eines inhaltlichen Rahmens, bekam. Meine Kontoauszüge der letzten drei Monate musste ich für die Beantragung des Visums ebenfalls beifügen. Einen weiteren Antrag sollte ich dann im Flieger noch mal ausfüllen, außerdem eine Zolldeklaration. Nun stehe ich hier und werde geprüft. Nach diversen Stempeln, einer weiteren Fotoaufnahme, sowie der Komplett-Scannung aller Finger und Daumen, gibt mir Mr. Tannengrün lächelnd meinen Pass zurück und ruft “Next one!”
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14. Februar 2014

…und wie zufrieden bist du nun mit der Nikon df ?

Masterclass StilpiratAch, toll dass du fragst! Ich hatte sie gerade mit in Israel und konnte sie wirklich mal genau dafür einsetzen, wofür ich sie gekauft hatte: für meine Reisen. Die Nikon df ist eine Hammer-Reise-Kamera und ich bin mega-happy mit ihr! Ich weiß, im Grunde wollte ich hier ja nicht mehr soviel Technik-Gelaber hier im Blog, aber da ich fast täglich Mails mit dieser Frage kriege, erlaube mir, ein wenig auszuholen.

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