2. Juni 2014

Der Sinn im Unsinn

batman by stilpiratWenn ich mir die letzten Masterclass und Workshop Reviews anschaue, scheint es mir, als finde ich mich immer öfter in der Rolle des Psychoanalytikers, denn des Fotografen ein. Oft überfordert von den technischen Abläufen und gefesselt im selbst auferlegten Regelwerk, sitzen immer wieder Teilnehmer vor mir und schütteln, ob der einfachen Kooperation zwischen mir und der Technik, ungläubig den Kopf. Ja, ich benutze Blitze gern völlig anders, als gemeinhin gelehrt wird, schiebe merkwürdige Dinge vor das Objektiv und halte Kommunikation für einen wesentlich bedeutenderen Teil der Fotografie als die Technik. Dabei fällt mir zunehmend auf, dass ich immer ungeselliger werde, wenn mir Fragen über die genutzte Blende oder Verschlusszeit diesen oder jenen Fotos gestellt wird und ich entschuldige mich hier und jetzt für immer und alle Zeit dafür. Es gibt in meinen Augen nur eine gültige Antwort darauf: Es ist scheissegal! Viel wichtiger ist, warum du das Foto gemacht hast und was der Betrachter inhaltlich oder emotional damit anfangen kann. 
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27. Mai 2014

Life is about sayin´Yeah!!

buchparty-ghana-015Tag 2 nach der Veröffentlichung des “Logbuch Ghana“. Die letzten Wochen flogen wie eine Schar Sandregenpfeifer an mir vorbei und mir war, als verschwömmen die Tage zu einem “Montag-bis-Sonntag-Brei”. An Ausschlafen ist zwar immer noch nicht zu denken, aber wenigstens kann ich wieder mal gerade aus gucken. Als ich am vergangenen Sonntag vor den 30 geladenen “Logbuch-Kaffekränzchen-Gästen” im Heidestudio stand,  in die gespannten Gesichter blickte, stolz wie Bolle und mit einem sichtbar glücklichen Valentin an meiner Seite, hatte ich das Gefühl, ein Kreis aus weißem Licht würde sich schließen :-). Meine Kinder saßen stolz zwischen den Gästen und unterbrachen immer wieder munter meine unvorbereitete Rede, meine Frau stand Augenwässrig in der Tür und auf dem Studioboden saßen ausschliesslich liebe Menschen. Mann, was habe ich mit diesem Blog in den letzten Jahren eigentlich angerichtet!? Gefühl: Unbezahlbar!  Bis spät in den Abend saßen wir auf der Bank vor dem Studio und quatschen. Menschen, die sich vorher noch nie gesehen hatten, drückten sich zum Abschied. Wahnsinn. Machen wir jetzt jedes Jahr! Danke, dass ihr dabei seid, da ward und mir die Stange haltet!
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25. Mai 2014

Out Now: Geschichten aus Ghana – der Film & Logbuch Ghana – der Bildband

Ihr könnte euch nicht vorstellen, wie happy ich bin, diese Blogpost zu schreiben. Alles läuft im Leben ja doch irgendwie zusammen. Wenn ich mich daran erinnere, wie ich mich nach 3 Tagen in Ghana fühlte. Ich war niedergeschlagen, fertig und wollte zurück ins kalte Deutschland. Tags zuvor hatten mich drei fiese Typen in einer dunklen Gasse meines Geldes entledigt. Ich konnte damals darüber nicht schreiben, weil meine Familie daheim mitlas und ich niemand ängstigen wollte. Nein – mir ging es dort in der ersten Woche echt nicht gut… Ein paar von euch hatten das seinerzeit ja bereits zwischen den Zeilen gelesen und mir ganz liebe Mails geschrieben…Gottseidank kam Vitali nach 10 Tagen hinterher geflogen und wir erlebten dann doch noch unsere kleinen und großen Abenteuer. Der Film “Geschichten aus Ghana” und das “Logbuch Ghana” erzählen davon: unsere Besteigung des “Mount Adjafato”, das nicht vorhandene Foto des “Käfigs des Löwen von Amedzofe” oder die ganze Geschichte meiner ersten Tage in Ghana (die Geschichte gibt es allerdings nur im Bildband).  Am Ende ist es ein sehr positiver Film geworden und ich behalte Ghana in schöner Erinnerung.
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22. Mai 2014

Countdown “Logbuch Ghana”

So langsam wird es ernst. Am kommenden Montag, wird der “Logbuch Ghana”-Bildband endlich erhältlich sein. In den letzten Wochen ist jede verfügbare Minute in das Projekt geflossen und ich bin echt superstolz auf das Ergebnis! Die Druckerei hat mir heute die Versandbestätigung gegeben und das begleitende Film- und Bildmaterial ist bereits auf  dem Server und wartet nur auf den Startschuss. #yeah #die_Arme_nach_oben_werf_und_hysterisch_kreisch
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19. Mai 2014

Liebe Susanne

Ich erinnere mich noch ganz genau, wie du mir hier im Oktober letzten Jahres gegenüber gesessen hast. Es war der zweite Tag der Masterclass und wir beide sind in dem Moment der Einzelsession. Dir liefen die Tränen über die Wange und ich dachte: “Scheiße, was hab ich denn jetzt gemacht!?” Ich hatte dir ziemlich eindeutig die Meinung gesagt. Hatte gesagt, wie ich dich sehe. Es ging darum, gefangen zu sein in seinem eigenen Scheiß und immer nur so zu fotografieren, wie die anderen es von einem wollen - immer genau das zu machen, was die anderen von dir erwarten und dabei gar nicht zu merken, wie du dich immer mehr selbst aufgibst. Deine Situation war – zugegeben – nicht wirklich einfach, mit Mann und Kind und Kegel, mit Verantwortung und all dem anderen Ballast…. Wir haben uns dann gedrückt und du meintest, dass ich “scheiße-noch-eins” Recht hätte und du selbst nicht so genau weißt, wie du da raus kommst. Am Abend dann quatschten wir darüber, wie wichtig es sei, seine eigenen Ziele zu finden und seinen Weg zu gehen… und als wir uns verabschiedeten, meintest du, du wüsstest jetzt ziemlich genau, was du morgen machen wirst. Ich muss zugeben, daß mir in dem Moment echt ein wenig mulmig zumute war. “Mach keinen Scheiß!” hatte ich noch gesagt. Erinnerst du dich??
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