7. Januar 2013

New Babe in town – CamPorn!

Anthony Style Tail Bellow Camera

Einer meiner wesentlichsten Vorsätze beim Relaunch dieses feinen Onlinetagebuches war es, mehr Geschichten und Fotos zu zeigen und weniger Technik. Und als ob ich es geahnt hätte – ein paar Tage später stecke ich schon in der Zwickmühle. Naja, eigentlich – wenn wir ehrlich sind – hat diese Blockpost nicht viel mit Technik-Geseier zu tun, sondern mit dem unstillbaren Verlangen, ein paar Kilo wohl verarbeitetes Kirschholz ins Haus zu holen. Ihr kennt das!  …

Als die beste Ehefrau (von allen) neulich auf meine jungfräuliche Anfrage, ob der Anschaffung einer weiteren “Gelegenheit”, mit einem kurz entschlossenen “ja cool – kauf doch  – find ich gut!” antwortete, vermutete ich zunächst Schlimmes. Doch als auch 3 Wochen später, ihre Antwort einer weiteren Prüfung standhielt, stieg ich in den Wagen und fuhr ins ferne Düsseldorf um den Schatz zu bergen. Ich gebe zu, eine “unsinnigere Anschaffung” für derlei Geld hatte ich Zeit meines Lebens noch nicht getätigt, denn diese Kamera kann nach heutigen Maßstäben im Grunde nichts und ist dennoch so groß wie eine Hundehütte. Und für die weitergehend interessierten: Es ist eine “Anthony Style Tail Board Bellow Camera”, die nach Originalbauplänen von 1850 gebaut wurde. Sie ist für den Wetplate-Prozess optimiert, was heisst, sie kann nicht mal Film aufnehmen – dafür aber 4 Formate an Glassplatten bis 8×10 (4×5, 5×7, 4×10, 8×10). Ich hab ihr eine flexible Iris am Lensboard spendiert. Damit kann sie im Grunde jedes Objektiv aufnehmen.  Es macht großen Spaß, sie aufzubauen und zu streicheln und immer wieder durch´s Grundglas zu schauen. Und sobald es das Licht und die Zeit zulässt, werde ich kiloweise silbergebadetes Schwarzglas durch das Baby schieben, darauf könnt Ihr Euch verlassen. So! Und jetzt macht mit dem Wissen, was Ihr wollt!

Eine schöne Woche wünscht Euch

Euer Stilpirat