13
Jan
2016
8

Interview mit Andreas Chudowski

Andreas kommt mal wieder zu Besuch und ich freu mich. Weil ich es total mag mit ihm zu quatschen. Er ist so herrlich direkt und hat immer ne Menge Anekdoten auf Lager. Er kam gerade aus Singapur an diesem heißen Junitag. Er hatte dort irgendwelche Wirtschaftsbosse fotografiert und ich fragte ihn, ob wir nicht ein Interview machen wollen. Klar hat er Lust. Er erzählte von seinem letzten Shoot mit Wolfgang Schäuble und wie er bei Wolfgang Joop im Garten rumturnte – zwei Tage vor dem Shoot – weil er immer gern auf „Nummer sicher“ geht. Und wie er Joop dann Ansagen machte, damit alles passt. Es gab Leute, die meinten, dass er Rainer Brüderle  zu seinem „schlechtesten“ Porträt verholfen hat. Und es gibt Leute (wie mich), denen es unglaublich Spaß macht, in seinen unaufgeregten und gleichzeitig dennoch pointierten Porträts bekannter Politiker und Wirtschaftsgrößen zu stöbern. Ohne es selbst zu wissen hat Andreas Chudowski auch meine fotografische Arbeit beeinflusst. Und das nicht nur, weil er meinen Workflow bei der Auslieferung meiner Bilder an den Kunden komplett verändert hat. Andreas ist der Gründer von Picdrop und arbeitet trotz seiner 6-Tage-Woche bei Picdrop immer noch als Fotograf. Weil er es liebt zu fotografieren. Und so quatschten wir über Joop, Brüderle, Schäuble… und später auch über sein Baby Picdrop und darüber, warum man keine halben Sachen machen sollte…

Ich hätte wieder stundenlang mit ihm zusammen hocken können. Weil er was zu sagen hat und ne klare Meinung. Am Ende hatten wir eine Stunde und zwanzig Minuten im Kasten. Verdammt lang. Kam mir aber beim Schneiden überhaupt nicht so vor. Leider ist mein Aufnahmegerät zwischendurch immer mal runtergefallen… Scheiss drauf! Es sind spannende 80 Minuten. Viel Spaß dabei!

P.S. Hier die Links über die wir im Interview reden:

Website Andreas Chudowski

Picdrop

Heiner Hauck Portfolios

Anders Petersen

Trent Parke

Ich hatte mich ja am Ende des Interviews  ein wenig echauffiert, dass „der Print“ (wer auch immer das ist) offenbar zu doof ist, die neuen hinzugewonnenen Digitalkunden abzuholen. Gestern bekam ich dann eine Mail eines lieben Freundes, der mich auf Blendle (https://blendle.com) hinwies. Ich nehme hiermit alles zurück und behaupte das Gegenteil!
Blendle scheint offenbar genau das zu sein, wonach ich gesucht habe! Toll dieses Internet!

Und hier schon mal ein paar Aufnahmen von Andreas Chudowski:

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9 Responses

  1. Unterhaltsames Interview mit wirklich sehr interessanten Einblicken in Andreas‘ Arbeitsweise.

    Picdrop verwende ich seit einigen Monaten und bin sehr zufrieden damit. Vor allem das Client Proofing funktioniert hervorragend.

  2. Stefan Konietzka

    Der Steffen hat immer so interessante Kollegen und eine wunderbare Schreibe daß man ihn auch liest und gut findet wenn man nicht immer seiner Meinung ist. Ich muss aber diesmal sagen daß einige Portraits davon nicht meinem subjektiven geschmack entsprechen. Ein Weitwinkel sollte man mit Bedacht einsetzen, es sei denn man hat vor den Menschen zu verformen. Dies kann natürlich im Kontext des jeweiligen Auftrages gestanden haben, aber es ist zumindest befremdlich. Herr Glööckler hat ja zumindest eine gewisse Art von Humor die ihm nachgesagt wird 😉

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