29
Apr
2009
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Der Weg zum perfekten Foto (3)

objekiveTeil 3 meiner kleinen Reihe befasst sich heute mit der Frage des Equipments – Festbrennweite rules!

Equipment (Teil 3)

In Gesprächen mit Foto-Kollegen wird immer wieder gern darüber gefachsimpelt und es gibt tausend Meinungen und Ratschläge darüber was nun das Beste ist. Meine ganz persönliche Erfahrung der letzten Jahre:
Priorität 1: Objektiv, Priorität 2: Objektiv, Priorität 3: Kamera.
Lieber in ein gutes Objektiv investieren und für den Anfang eine Einsteiger-Spiegelreflex (z.B. Nikon D40 oder Canon EOS 1000D) anschaffen. Ein gutes Objektiv ist die „halbe MIete“ und begleitet Dich sowieso wesentlich länger als die Kamera. Die genannten Einsteiger-Kameras sind allesamt gut genug um hervorragende Ergebnisse zu liefern. Ein gutes und lichtstarkes Objektiv kann so einiges an schlechtem Rauschverhalten und Schärfe bei so mancher Kamera ausgleichen. Mit wachsender Auftragsqualität kann dann auch die Kamera „mitwachsen“.

Den ganz großen „Aha-Effekt“ hatt ich bei meinem ersten „Festbrennweiten-Objektiv“. (Für Laien: Das sind Objektive dessen Brennweite fest eingestellt ist und sich nicht wie bei einem Zoomobjektiv verändern lässt.Man kann also nicht „zoomen“) Festbrennweiten haben in der Regel ein besseres Auflösungsvermögen und bessere Abbildungsqualität sowie eine höhere Lichtstärke. Die Qualtität der Aufnahme ist wirklich um ein vielfaches besser. Nachteil: In verschiedenen Situationen muß man schnell das richtige Objektiv zur Hand haben und aufschrauben. Man muß sich zwar mit ein paar Kilogramm und Fototaschen mehr bewaffnen, das Ergebnis rechtfertigt dies aber definitiv.
Ich bin mit folgendem Besteck unterwegs: Ein 105 mm Makro für Porträt und extreme Nahaufnahmen; ein 60 mm für die gute Mitte sowie ein 10,5 mm Fisheye. Außerdem habe ich noch ein 24-120 mm Zoom als „fast-alles-Könner“ mit VR-System zur Verwacklungsreduzierung, welches ich immer dann benutze wenn es mal schnell gehen soll oder Familienfeste festgehalten werden sollen. Alle Objektive sind von Nikon (Nikkor). Ich bin (k)ein Nikon „Krieger“ (Laien sei gesagt: Ähnlich dem Mac vs. PC Streit gibt es in der Fotografie zwei Fraktionen: Canon und Nikon) und  kann über die Zuverlässigkeit und Güte der Kameras nur Positives berichten (Siehe Blog-Post vom 15. April). Für die „ganz großen“ Aufträge wird sowieso ein großes Studio bzw. großes Equipment hinzu gemietet. 

Was aus einer kleinen NIKON D70(6,5 MP)  und einem 105mm Nikkor Objektiv rauszuholen ist – sieht man hier:

 

Hier geht es zu den ersten beiden Folgen:  Teil 1 Atmosphäre | Teil 2 Qualität

Sehr ans Herz kann ich auch den folgenden Artikel des Fotografen Markus Waeger legen, der sich seit kurzem in meiner Blogroll befindet: Die Technik macht kein Foto

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3 Responses

  1. Mal ne blöde Frage: Wie oft (oder überhaupt) nutzt Du denn die Automatik-Modi der Kamera? Zumindest die D60 hat da ja so ein paar (Kinder, Potrait, usw.). Taugen die was?

    1. Die Automatik-Modi der D90 sind erschreckend gut -- bei der D60 kann ich es nicht sagen. Ich verwende die Automatik in Situationen, bei denen keine Zeit für Einstellungen bleibt, weil sonst das Motiv weg ist (Schnappschüsse) oder bei Dokumentationen mit ständig wechselnden Lichtverhältnissen. Ansonsten lieb ich das Spiel mit Blende und Zeit.

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