19. Februar 2014

Ghana Tag 1

stilpirat-ghana-1Ooooch. Stelle ich die Klimaanlage aus, ist es zu warm. Stelle ich sie an, ist sie zu laut. Ich habe die Wahl zwischen zwei Übeln in meiner ersten Nacht hier in Ghana. Ich starre die Decke an und die Bilder meiner Einreise hier in Ghana ziehen noch mal an mir vorbei…
Was ich hier wolle, hat mich der Beamte in seiner tannengrünen Uniform hinter der Glasscheibe am Emigration-Desk gefragt. “Just traveling” hatte ich geantwortet und ein kopfschüttelndes “pfff.” geerntet. Scheint wohl doch irgendwie ungewöhnlich zu sein hier: traveling. Einfach machen sie es einem auch nicht, hier einzureisen. Da waren zunächst diverse Impfungen, die der tannengrüne Mann hinter dem Fenster nun zumindest Gelbfieber-seitig prüft. Dann war da das Visum, dass ich nur unter Angabe zweier Adressen in Ghana sowie einer persönlichen, schriftliche Einladung, wohlformuliert, mit Nennung eines inhaltlichen Rahmens, bekam. Meine Kontoauszüge der letzten drei Monate musste ich für die Beantragung des Visums ebenfalls beifügen. Einen weiteren Antrag sollte ich dann im Flieger noch mal ausfüllen, außerdem eine Zolldeklaration. Nun stehe ich hier und werde geprüft. Nach diversen Stempeln, einer weiteren Fotoaufnahme, sowie der Komplett-Scannung aller Finger und Daumen, gibt mir Mr. Tannengrün lächelnd meinen Pass zurück und ruft “Next one!”
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14. Februar 2014

…und wie zufrieden bist du nun mit der Nikon df ?

Masterclass StilpiratAch, toll dass du fragst! Ich hatte sie gerade mit in Israel und konnte sie wirklich mal genau dafür einsetzen, wofür ich sie gekauft hatte: für meine Reisen. Die Nikon df ist eine Hammer-Reise-Kamera und ich bin mega-happy mit ihr! Ich weiß, im Grunde wollte ich hier ja nicht mehr soviel Technik-Gelaber hier im Blog, aber da ich fast täglich Mails mit dieser Frage kriege, erlaube mir, ein wenig auszuholen.

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11. Februar 2014

Hebron und Yehuda Shaul

stilpirat-hebron-22Hebron ist eine der ältesten Städte der Welt. Bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. gegründet, wird die Stadt in der Bibel an zahlreichen Stellen erwähnt. Nachdem sie in ihrer langen Geschichte immer wieder eingenommen, besetzt und erobert wurde, kam es im Jahre 1929 zu einem furchtbaren Massaker, bei dem 67 Juden, durch Araber getötet wurden. Im Jahre 1980 attackierten extremistische Araber eine Gruppe von Juden, die gerade vom Freitagsgebet heimkehrten. 6 von ihnen starben, 16 weitere wurden verletzt. 1994 ermordete ein extremistischer Siedler mit einem Sturmgewehr 29 betende Muslime in der Abraham-Moschee, hunderte wurden verletzt. Hebron scheint nie zur Ruhe zu kommen. Zwei Jahre nach Ausbruch der Zweiten Intifada kam es in Hebron zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Daraufhin wurden 2005 permanente Überwachungstürme in Hebron errichtet sowie Mauern, Zäune und mehr als 100 Straßensperren. Seitdem ist Hebron eine Geisterstadt. Durchzogen von Pufferzonen und Sperrgebieten gleicht die Stadt heute einer Mischung aus dem verlassenen Tschernobyl und Berlin vor 1989. Die etwa 800 jüdischen Siedler leben streng isoliert von etwa 160.000 Palästinensern. Die verlassenen Häuser und stillgelegten Plätze lassen nur schwach daran erinnern, dass hier mal Leben tobte und Handel getrieben wurde. Hebron ist ein auf engstem Raum, sichtbares Beispiel für die absurde Situation Israels und Palästinas und zeigt, wohin Hass und Angst, Menschen treiben.


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9. Februar 2014

In die Palästinenser Gebiete – Bethlehem und Ramallah

stilpirat-israel-palestinian-3Tag 4 unserer Israel Reise. Unser Busfahrer wechselt. Albert ist Israeli und darf uns deshalb nicht in die palästinensischen Gebiete begleiten. Unser neuer Fahrer ist  Mahmud – ein Araber. Er ist nicht das erste mal hierher unterwegs. Er gibt uns ein paar knappe Anweisungen: Wir sollen die Pässe bereithalten, vorn bitte anschnallen und Gang frei räumen. Die Grenzposten nähmen Kleinigkeiten zum Anlass, um die Einreise in die Länge zu ziehen oder Einreisende mit Unsinnigkeiten zu schikanieren. Wir passieren den Grenzposten in Richtung Bethlehem jedoch ohne weitere Vorkommnisse. Ein kurzer Blick eines Soldaten in den Bus und 2-3 Fragen auf hebräisch, das war´s. Auf der anderen Seite erwartet uns ein palästinensischer Tourguide, der uns für unsere Fragen zu Verfügung steht. 
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6. Februar 2014

Israel

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Ich muss zugeben, mir fällt es sehr schwer, meine Eindrücke in Israel so zu beschreiben, dass sich für dich ein klares Bild ergibt. Als Tour-Fotograf einer Gruppe von Politikern, deren Ziel es ist, in einer Woche möglichst viele Gespräche mit Vertretern beider Seiten des schwelenden Konfliktes zu führen, kam ich kaum dazu, die schöne Landschaft oder die Jahrtausende alte Architektur Israels zu bewundern. Und so kann ich dir nur das zeigen, was ich zwischen all den Gesprächen gesehen habe und schwerlich “wie es ist”. Und mit Sicherheit werde ich mir irgendwann einmal Zeit nehmen, mir Israel genauer anzusehen. Was ich gesehen und gehört habe, hat mich sehr beeindruckt und meine Hochachtung zu den Menschen, die dort leben und arbeiten kennt keine Grenzen. Vor allem die letzten Tage, in denen wir vornehmlich in den palästinensischen Gebieten unterwegs waren und dort mit Vertretern der PLO und palästinensischen Jungunternehmern sprachen, gingen mir nachhaltig nahe. Davon berichte ich allerdings in der nächsten Blogpost.


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